Der Alltag zwischen Beruf und Pflege

Berufstätige Frauen und Männer mit pflegebedürftigen Angehörigen erzählen aus ihrem Alltag. Eine Broschüre liefert 15 Portraits über Generationen und Krankheiten hinweg.

Die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenpflege wird immer relevanter: Die Gebrechlichkeit nimmt im hohen Alter in der Zahl und der Intensität zu und medizinische Fortschritte ermöglichen ein längeres Leben auch mit Gesundheitsbeeinträchtigungen. Dies führt dazu, dass sich die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege über längere Zeitspannen erstreckt. Deshalb sind praxiserprobte Lösungen für Arbeitnehmende und Arbeitgebende nötig, die eine stabile und kontinuierliche Erwerbstätigkeit ermöglichen. Auch Gesundheitsfachleute sind gefragt. Denn die Koordination der Leistungen und der Einsatz neuer Kommunikationsformen sind zentral, damit die Angehörigen ihren Beruf zufrieden und leistungsfähig ausüben können.

Die Portraitbroschüre zeigt ganz konkrete Beispiele von Erwerbstätigen mit pflegebedürftigen Angehörigen aus allen Generationen und mit verschiedenen Gesundheitsbeeinträchtigungen. Sie stellt auch die Optik der Praxispartner dar: Was können Arbeitgebende tun, um Mitarbeitende mit pflegebedürftigen Angehörigen zu unterstützen? Die attraktive Broschüre mit grossformatigen Fotos kann im Online-Shop des Careum Verlags bestellt werden.

Leseproben:
 

«Unser Leben gleicht einem kleinen Unternehmen»
Beatrice Gerber (55) ist Beraterin in einem Fachgeschäft für Elektrowerkzeuge. Ihr Mann ist seit acht Jahren fast vollständig gelähmt. Dank ihrem 70-Prozent-Pensum und einigen kreativen Lösungen bewältigen sie und ihre Familie den Alltag zuhause.

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«Feierabend gibt es eigentlich nie»
Die 14-jährige Sina Fischer ist nach einer Geburtskomplikation stark behindert. Ihre Eltern berichten aus dem Alltag, den sie dank einer klugen Balance von Berufstätigkeit, Pflege, Organisation und Familienleben meistern.

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Grundlagenliteratur

Bischofberger, I., Radvanszky, A., van Holten, K., & Jähnke, A. (2013). Berufstätigkeit und Angehörigenpflege vereinbaren. In Schweizerisches Rotes Kreuz (Hg.), Who Cares? Pflege und Solidarität in der alternden Gesellschaft (pp.162-184). Zürich: Seismo.