Betriebliche Online-Umfrage

Mit dem Umfrage-Tool erfasst Careum Forschung für Firmen und Organisationen betriebsinterne Daten zur Pflege- und Betreuungsarbeit, die Mitarbeitende in Familie und Partnerschaft leisten.

Informationen zum Ausmass von Pflege- und Betreuungsarbeit der Mitarbeitenden sind in Unternehmen aus betriebswirtschaftlicher Sicht und für die Personalpolitik relevant. Careum Forschung bietet dazu eine betriebliche Online-Umfrage, die in mehrjähriger wissenschaftlicher Arbeit entwickelt wurde.

Die Online-Umfrage ist branchenunabhängig in grossen und kleineren Betrieben einsetzbar. Die detaillierte Auswertung der Ergebnisse liefert den Auftraggebern Informationen zu Häufigkeit und Verteilung von Pflegeverantwortung bei Mitarbeitenden. Zudem geben die Ergebnisse Aufschluss über pflegebedingte Veränderungen im Berufsalltag und die Nutzung vorhandener betrieblicher Angebote durch Mitarbeitende. Damit steht eine faktenbasierte Diskussionsgrundlage für Management, HR-Verantwortliche und Angestellte bereit.

Weitere Informationen zur betrieblichen Online-Umfrage: www.careum.ch/workandcare/umfrage

 

«Während die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung längst gesellschafts- und personalpolitisch unumstrittene Anliegen sind, fristet die Angehörigenbetreuung ein Schattendasein und wird wenig thematisiert. Wegen mangelnder Sensibilität und einer Tabuisierung auch seitens der Betroffenen werden personalrechtliche Möglichkeiten zur Unterstützung der Vereinbarkeit weder ausgeschöpft, noch gefordert. Als fortschrittliche Arbeitgeberin will die Stadt Bern mit der Online-Umfrage eine Bestandesaufnahme der Betroffenheit machen, das Thema lancieren, Vorgesetzte sensibilisieren, über die bereits heute bestehenden Möglichkeiten der Unterstützung durch die Arbeitgeberin informieren und weitere Massnahmen zugunsten von betroffenen Mitarbeitenden prüfen und umsetzen.»

Nicole Stutzmann, Leiterin Kompetenzzentrum Alter Stadt Bern

 

    

«Nachdem die betriebliche Online-Umfrage in mehreren Forschungs- und Praxisprojekten entwickelt und erprobt wurde, hat sich die Schweizerische Post für eine Pilotumfrage bei PostFinance entschieden. Sie hat dazu eine Anzahl Personen ausgewählt und Careum F+E den Auftrag für die Durchführung erteilt. PostFinance erwartet die Ergebnisse bis im Herbst 2012. Die Schweizerische Post verfolgt damit verschiedene Zielsetzungen. Ein gesundes Unternehmen benötigt gesunde Mitarbeitende mit unterstützenden Rahmenbedingungen. Die psychische, physische und auch soziale Belastungssituation bei der Betreuung von Angehörigen ist enorm, wird aber im beruflichen Umfeld häufig tabuisiert. Mit der Umfrage wollen wir einen Betrag zur Enttabuisierung leisten und unsere personalwirtschaftlichen Angebote auf den Prüfstand stellen.»

Thomas Meier, Die Post

 

«Die Krebsliga setzt sich für die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenpflege ein. Dabei kommen ihr zwei Aufgaben zu: Einerseits als Dienstleistungsorganisation Krebsbetroffenen und Angehörigen in solchen Situationen Unterstützung zu bieten und anderseits als Arbeitgeberin entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Die hohe Beteiligung unserer Mitarbeitenden an der Befragung "work & care" bestätigt, dass das Thema für sie relevant ist. Die Krebsliga als fortschrittliches Unternehmen investiert in die Unterstützung seiner Mitarbeitenden und ist bereit, neue Wege zu beschreiten und individuelle Lösungen zu finden, wenn es um die Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege geht.»

Gabriele Buchs, Leiterin Human Resources, Krebsliga Schweiz

 

«Für Helvetia stellt die Vereinbarkeit unterschiedlicher Lebensbereiche in unterschiedlichen Lebensphasen ein wichtiges Thema dar – so möchten wir unsere Mitarbeitenden darin unterstützen, eine Balance zwischen den verschiedenen Rollen leben zu können. Um zu erfassen, wie viele Mitarbeitende bei uns von einer Pflegesituation betroffen sind und welche Bedürfnisse sich daraus ergeben, wurde im Herbst 2012 die work&care-Umfrage durchgeführt. Die gute Rücklaufquote hat gezeigt, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege tatsächlich wichtig ist. Auf Basis der in der Befragung abgegebenen Empfehlungen unserer Mitarbeitenden werden verschiedene Massnahmen erarbeitet und die Information und Sensibilisierung zur Thematik vorangetrieben. Damit wird neben unseren bereits bestehenden Angeboten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein weiteres Element für eine gute Work-Life-Balance geschaffen.»

Angela Winkelmann, Leiterin Human Resources + Dienste Helvetia Versicherungen


Grundlagenliteratur

Bischofberger, I., Radvanszky, A., van Holten, K., & Jähnke, A. (2013). Berufstätigkeit und Angehörigenpflege vereinbaren. In Schweizerisches Rotes Kreuz (Hg.), Who Cares? Pflege und Solidarität in der alternden Gesellschaft (pp.162-184). Zürich: Seismo.

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